Nachgedacht übers Blutspenden

Ich bin seit Jahren Blutspender. Blut ist wichtig für die Medizin, für die Behandlung von Unfallopfern und Krankheiten. Blutspenden gehen manche, um einen persönlichen Nutzen daraus zu ziehen. Aufwandsentschädigungen und Sachspenden finde ich aber nicht so wichtig. Anderen dadurch helfen zu können, ein paar mal im Jahr für eine halbe Stunde zu sitzen, einen Film schaue oder eine Zeitschrift lese, das reicht völlig. Deshalb scheiden für mich reine Pharma-Firmen aus, welche mit dem Blut ihr Geschäft machen.

Bei Unikliniken erhält man meistens eine kleine Aufwandsentschädigung 15-25€ für eine Vollblutspende. Andere Sätze gelten für Thrombozyten oder Blutplasma. Beim Roten Kreuz kenne ich nur Sachgeschenke. Ein Buch, eine Taschenlampe, Geschirr. Und in beiden Fällen bekommt man hinterher eine Brotzeit sowie Getränke in beliebiger Menge.
Vom Bayrischen Roten Kreuz wird das Blut nach der Spende zur Transfusion benutzt, oder zur Herstellung von Medikamenten.

Die Regeln für eine Blutspende sind recht einfach. Jedes mal vor einer Spende geht ein Arzt wichtige personenbezogene Aspekte durch. Dazu gehören Verletzungen, Krankheiten, regelmäßig eingenommene Medikament oder auch beispielsweise kürzliche Tätowierungen. So wird ausgeschlossen, dass das entnommene Blut untauglich zur Weiterverwendung wird. Zwar wird das Blut nach der Entnahme auf wichtige Krankheitserreger getestet, jedoch soll vermieden werden unnötig Blut abzunehmen. Am Tag der Spende soll man größere Mengen Wasser zu sich nehmen, und etwas gegessen haben.
Zusätzlich wird der Hämoglobin-Wert des Spenders vor jeder Blutspende überprüft, er muss hoch genug sein. Ansonsten könnte sich die Blutspende negativ auf die Spender-Gesundheit aus.

Zwischen zwei Blutspenden soll genug Zeit vergehen, knapp zwei Monate sind ideal. Bei Frauen schadet es nicht drei Monate Zeit zu lassen.

Manche Firmen, Institutionen oder Schulen organisieren jährliche Blutspende-Aktionen. Dabei wird mit der Blutabnahmestelle des Vertrauens ein Termin ausgemacht, zu dem die gesammelte Mannschaft antritt, um Blut zu spenden. Hierbei wird die Privatsphäre geschützt. Sollte das Blut von jemanden wegen einer Krankheit wie beispielsweise Hepatitis C nicht für eine Spende geeignet sein, kann dieser auf einem separaten Blatt geheim ankreuzen, dass die Spende vernichtet werden sollte.

Fazit

Durch die regelmäßige Blutspende wird der Gesundheitszustand dauerhaft überprüft. Man leistet einen Beitrag zum Gemeinwohl, und bekommt dafür noch eine Kleinigkeit zur Entschädigung des Aufwandes.

Ich finde die Umgebung der Blutspende wichtig. Dort wo man sich am wohlsten und besten aufgehoben fühlt sollte man Blut spenden. Dann spielt natürlich noch der Grad der Kommerzialisierung hinzu. Würde ich das Gefühl vermittelt bekommen, ein Geschäft abzuschließen, würde ich gehen. Mit Blut sollte man nicht handeln.

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