Nachgedacht über Organspende

Irgendwann sterben wir alle. Und dann … ja was dann? Unser Körper landet in der Erde, verwest. Mit ihm verwesen alle Organe, das Hirn, die Haut. Und an anderer Stelle könnten einige der menschlichen Ersatzteile gebraucht werden. Um genau zu sein, 12 000 allein in Deutschland. Wöchentlich sterben 21 Menschen, die auf ein Organ warten.

Am 1. November 2012 tritt ein Gesetz in Kraft, welches die Krankenkassen verpflichtet, die Versicherten regelmäßig anzuschreiben, ob sie Organspender werden möchten. Gespeichert wird die Information nirgends. Die Krankenkassen sollen ihren Versicherten nur dazu motivieren, sich mit dem Thema Organspende zu beschäftigen.
Meiner Ansicht nach ist das sinnvoll. Nach Umfragen würden dreiviertel der Deutschen ihre Organe spenden. Zugleich hat leider nur ein kleiner Bruchteil einen Organspende Ausweis. Damit landet die Entscheidung, ob die Organe eines frisch Verstorbenen gespendet werden können, in den meisten Fällen bei trauernden Angehörigen. Diese mit der Entscheidung zu betrauen ist mehr als grausam. Jeder hat ein Recht in Ruhe zu trauern und Abschied zu nehmen, ohne sich mit der Entnahme von Organen des Verstorbenen beschäftigen zu müssen. Viele wählen in diesem Moment des Zweifels die Organspende ab, da sie sich nicht sicher sind, wie der Tote dazu gestanden hätte.
Deshalb halte ich eine eindeutige Willenserklärung, ob Organspender oder nicht, für Unabdingbar. Ich hoffe nur, dass es eine Möglichkeit gibt, die Krankenkasse dazu dazu aufzufordern, nicht mehr alle zwei Jahre das Schreiben zu senden. In meinen Augen wäre es Papierverschwendung, nachdem man sich entschieden hat weiter nachzufragen.

Ich habe gehört, um Organspender zu werden müsste man mit seinem Arzt sprechen. Das stimmt so aber nicht. Einen Organspendeausweis kann man sich herunter laden und ausdrucken. Mehr ist nicht zu tun. Selbstverständlich gibt es auch sehr viel Informationsmaterial im Netz, damit sich der zukünftige Organspender bewusst machen kann, was er da tut.

Fazit

Ob Organspender oder nicht, über dieses Thema sollte sich jeder Gedanken machen und diese seinen Angehörigen mitteilen. Die sicherste Möglichkeit hierfür ist der Organspendeausweis. Eine mündliche Aussage kann vergessen werden und ist nicht rechtsverbindlich.

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