Nachgedacht über Fleischkonsum

Annahme: hoher Fleischkonsum ist schädlich für das Klima.

Aber ganz auf Fleisch verzichten ist für viele nichts. Es gibt viele Gründe weniger Fleisch zu essen.
Erstens: Es ist nicht gesund so viele tierische Lebensmittel zu verzehren wie es heutzutage der Durchschnitts-Deutsche tut. Dreimal die Woche Fleisch würde in jedem Falle reichen!
Zweitens: Durch Industrialisierung und Ausbeutung ist der Fleischpreis stark gesunken, und trotzdem sind Alternativ-Produkte günstiger. Die Alternativen sind zudem meist fairer produziert.
Drittens: Wie in vielen Situationen ist beim Fleisch leider nur der Preis, der beim Kauf selbst gezahlt wird geringer. Dafür bezahlen Bauern und die unteren Schichten in Südamerika mit ihrer Gesundheit. Beispielsweise wie bei diesem Fall der vor Gericht steht: mit 193 Fälle von Krebs unter 5000 Anwohnern, weit über dem Durchschnitt.
Viertens:  Der Fleischkonsument nimmt mit dem Fleisch eine Zusatzportion an Medikamente zu sich. Da in Deutschland 97% der Tiere in Massentierhaltung gehalten werden ist fast alles Fleisch mit Medikamenten belastet. Und das führt zur Entwicklung von Residenten Krankheitserregern.

Die wahren Kosten von Fleischkonsum verstecken sich, und jeder sollte sie sich das bewusst machen. Um wirklich etwas bewegen zu können, erscheint es sinnvoll, zu informieren. Dies sollte schon im Schulunterricht beginnen. In Biologie Massentierhaltung, in Chemie Nitrat in Wasser nachweisen, in Erdkunde die Wege von Tierfuttermitteln verfolgen.

Niemanden sollte zum Verzicht auf Fleisch aufgezwungen werden. Aber an den Informationen diesbezüglich sollte keiner vorbei kommen. Ich denke, allein durch das Wissen und die Beachtung der Themen würde sich das Ess-Verhalten der Deutschen ändern. Und damit einen großen Beitrag gegen die Zerstörung unserer schönen kleinen Erde leisten.

Fazit

Viel Fleisch zu essen ist teuer, ungesund und ungerecht. Ich persönlich verzichte weitgehend auf Fleisch und möglichst auch auf tierische Produkte wie Wurst, Ei oder Käse. Und mein persönlicher Wunsch ist es, nicht durch Zwang sondern durch gemeinsames Umdenken, unsere Welt etwas weniger auszubeuten.

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3 Kommentare

Eingeordnet unter nachgedacht

3 Antworten zu “Nachgedacht über Fleischkonsum

  1. Nina Sofie

    Liebe Marce,
    deiner Meinung kann ich mich nur anschließen. Es ist wichtig, das Problem „Fleischkonsum“ in die Öffentlichkeit zu rücken. Nur der erste Punkt wirkt auf mich nicht einleuchtend. Da heißt es, dass drei mal Fleisch pro Woche genügen würde… Genügen… Wofür? Ich denke, man kann auch gänzlich ohne Fleisch gesund und glücklich sein.
    Für viele wäre „nur dreimal“ aber sicher ein Anfang.
    Ich freue mich auch über deine anderen Anregungen zu dem Thema,
    Alles liebe
    Nina

    • mkeupp

      Hallo Nina! Klasse das Du hierher gefunden hast, und Danke für die Rückmeldung.
      Ich schreibe dreimal würde reichen, und meine damit, bezogen auf den Protein Bedarf, sollte man diesen über tierische Lebensmittel decken wollen.
      Die Grenze nach unten ist absichtlich offen, kein Fleisch, keine Milch, keine Eier sind natürlich auch möglich und nicht ungesund, wenn man sich entsprechend mit dem Thema befasst hat, und weiß worauf es bei der Ernährung ankommt. Das heißt, entsprechend Hülsenfrüchte, Vollkorngetreide, entsprechendes Gemüse als „Ersatz“ verzehren.
      Bei den Überlegungen geht es ja darum, was man tun kann, wenn man nicht eh ganz aufhören möchte Fleisch zu essen.
      LG marce

  2. Pete

    Bin gerade auf deinen Blog gestoßen und hab mir fasziniert diesen Artikel über Fleischkonsum durchgelesen. Ich bin ganz deiner Meinung, dass durch die Information über Problematiken und Ungerechigkeiten schon vieles bewirkt werden kann und sich ein Umdenken bzw. ein Bewusstsein automatisch einstellt. Der erhobene Zeigefinger findet selten Anklang, doch das persönliche AHA-Erlebnis ist meist prägend. In diesem Sinne ein fröhliches bloggen noch und bis bald im Luftschloss

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