Nachgedacht über Computer

Computer sind mir wichtig. Ich möchte sie nicht missen. Natürlich bin ich einer der Menschen, die massiv Computer und das Internet benutzen, und das schon seit Jahren. Aber selbst denen, die nicht dauernd online sind, bieten Computer geniale Möglichkeiten.

Es ist schwer vorzustellen, aber es gibt in Deutschland Menschen die keinen eigenen Computer haben(s. in der Studie der digitalen Gesellschaft „digitale Außenseiter“). Ich meine nicht Kinder, sondern Erwachsene Menschen. Viele davon haben sich nicht freiwillig gegen Computer entschieden, sie können sich einfach keinen leisten. Diese Leute können in vielerlei Hinsicht nicht am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Es muss nicht mal das soziale Netzwerk sein welches ihnen fehlt, ganz einfache Dinge fehlen. Was macht ihr wenn ihr mit dem Zug wohin fahren wollt? Was macht ihr, wenn ihr wissen möchtet wo eine Straße ist? Wie vergleicht ihr Produkte bevor ihr sie kauft? Schon alleine herauszufinden was in der Stadt am Abend los ist, ist um Längen einfacher, mit einem Computer. Durch Computer spart man Geld, und noch mehr, Zeit.

Gerade die Kinder von diesen Leuten haben Probleme. In Schulen neben Kindern die schon in sehr jungem Alter einen Computer bekommen, haben sie nicht mal einen den sie mit benutzen dürfen. Wenn diese Schüler ein Referat vorbereiten müssen, müssen sie in die Bibliothek gehen! Oder zu Freunden, bei denen sie das Internet für die Informationssuche nutzen können.

Es gibt eine Lösung für diese Ungerechtigkeit. Seit 2009 verteilt der Verein Computer Spende Hamburg e.V. Computer um. Wer seinen alten Rechner nicht mehr braucht kann ihn und die Peripherie spenden. Der Computer wird dann getestet, gereinigt und weiter gegeben an Bedürftige.
Dabei ist es zum einen wichtig, dass die Daten die bis zu dem Zeitpunkt auf der Festplatte waren gelöscht werden. Dazu werden die Festplatten mit einem speziellen Programm immer wieder neu beschrieben, bis keine Daten mehr vorhanden sind. Weiter geht es auf der Liste von Bedürftigen. Abgegeben werden die Computer nur an Menschen, die nachweisen können das sie vom Staat Sozialleistungen erhalten. Dazu gehören Rentner mit geringer Rente, ALG-II Empfänger und die sogenannten Aufstocker.

Mich hat es interessiert, was mit meinem alten Computer, meiner alten Maus, dem Bildschirm und der Tastatur passieren würde, wenn ich sie zum Wertstoffhof bringen würde. Sie würden verschrottet werden. Vielleicht verbrannt, vielleicht ins Ausland verkauft. Es gibt Länder, die Müll kaufen, um Geld mit der Fläche zu machen die sie haben. Mein Computer und die Peripherie könnte also in Afrika landen, auf einer riesigen Mülldeponie, auf der Menschen nach Metallen suchen um sie zu verkaufen. Diese Menschen würden das Plastik verbrennen, die giftigen Dämpfe dabei einatmen und dann eine Kleinigkeit an Geld für das Metall bekommen.

Mein Fazit

Es braucht manchmal nicht viel um anderen zu helfen. Ein Computer der einem selbst zu alt und langsam ist, kann für einen anderen Menschen ein „Upgrade“ sein. Und alte Rechner einen neuen Zweck zu geben ist nicht nur sozial sinnvoll sondern auch noch ökologisch.

Am Rande: Mittlerweile gibt es zwei weitere Ortsgruppen des CSH e.V. in Bergheim und Würzburg.

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