Nachgedacht übers Wählen

Na gut, was soll man da großartig nachdenken? Wählen ist halt alle paar Jahre. Aber es gibt Menschen die gehen nicht wählen. Ändert ja sowieso nichts, sagen sie. Die Parteien machen eh alle das gleiche, wenn sie in der Regierung sind. Zugegeben, es ist derzeit schwer, vertrauen in die Politik zu haben. Aber um unsere kleine Welt-Bubble so zu gestalten wie wir es wollen bleibt einem aktuell nichts anderes übrig.
Einzig was hilft beim aktuellen Einheits-Dilema ist der Blick ins Parteiprogramm. Denn wer weiß, was über die Parteien in den Medien ankommt, was sie in ihrem Programm stehen haben und wie sie abstimmen, ist nicht immer das gleiche.

Wir haben eine Vielzahl vor Parteien, welche sich zum Teil schwach zum anderen stark voneinander unterscheiden. Es gibt zum einen Sparten-Parteien, es gibt die großen Parteien die zu vielen Themen Standpunkte und auch eine Geschichte haben und es gibt kleine Parteien welche ein weitläufiges Programm haben, jedoch auf wenig Regierungserfahrung zurückblicken können. Und es gibt Parteien voller rechter Kackscheisse, da hilft selbst ein Blick ins Programm niemanden. (;
Die perfekte Partei hat genau die eigenen Werte und Interessen auf ihrer Fahne stehen. Denn die gewählte Partei wird daraufhin für vier Jahre die eignen Wünsche im Staatsapparat repräsentieren. Ein ideales Wahlergebnis ist eines, bei dem möglichst viele Wähler es an die Urne geschafft haben. Durch sie wird das Bild der Gesellschaft auf die Parteien abgebildet. Jede Gruppe wird entsprechend dessen, wie weit die Wähler verbreitet sind im Parlament vertreten.

Um sich durch den Dschungel zu wühlen und schnell einen Überblick zu erhalten, welche eigenen Gedanken und Überlegungen sich mit denen von Parteien decken hat die Bundeszentrale für politische Bildung einen Wahl-O-Mat gebaut. Er verspricht Übereinstimmungen zu finden. Leider lässt die Webseite sich etwas sperrig bedienen, ich hoffe bis zur Bundestagswahl ist dies aktuell und besser gepflegt!

Um nun herauszufinden was man wählt, muss man abwägen und ins Wahlprogramm schaun! Bei vielen Parteien stimmt das öffentliche Bild nicht mit dem überein was man erwarten würde.

Am Rande

Gelungen finde ich die Kampagne der Piraten Niedersachsen. Unter dem Titel Ideenkopierer werben sie dafür, sich ihr Programm anzusehen. Die Plakate erinnern an Werbeslogans von bekannten Unternehmen – und haben als einzige große Aussage „Wahlwerbung ist auch nur ganz normale Werbung. Es werden keine Inhalte vermittelt, politische Aussagen werden auf eingängige Slogans reduziert. Also machen wir Piraten diesmal auch Werbung. Wir werben für das Nachdenken über Politik und das Hinterfragen der Werbeslogans.“

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2 Kommentare

Eingeordnet unter nachgedacht

2 Antworten zu “Nachgedacht übers Wählen

  1. Das Schlimme ist ja, dass die amtierenden Politiker die Nichtwähler gerne als „mit ihrer Politik einverstanden“ vereinnahmen. Schon deshalb sollte man wählen gehen. Der Wahl-O-Mat ist eine nette Hilfe für Eilige 😉

    • mkeupp

      Genau das ist es. Politik soll nicht mehr Zeit kosten als man aufwenden möchte – aber teilnehmen ist so irre wichtig! Wir haben es sowas von in der Hand ^.^ Wer kann schon heute zufrieden sein mit der Politik…

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