Nachgedacht über Kleidung

Diese Hose hatte ich schon seit 2 Jahre nicht mehr an. Wegwerfen ist für mich keine Option, denn sie ist sauber und hat keine Löcher oder ähnliches. Aber was soll ich mit ihr dann machen? Sie liegt sie irgendwo vergraben im Kleiderschrank, und manchmal fällt sie mir in die Hände.

Ungefähr 5% der Ausgaben von Privatpersonen in Deutschland sind Kleidung und Schuhe. Und wohin mit den Sachen die man nicht mehr tragen kann weil sie vom Stil oder der Größe nicht mehr passen? Es gibt wie Sand am Meer die Sammelcontainer für Kleidung und Schuhe. Sie sind jedoch arg in Verruf geraten. Denn selbst wenn dort der Name einer gemeinnützigen Organisation steht, nutzt diese die Kleidung selbst nur im seltensten Fall für sich und ihre Klienten direkt. Üblicherweise sind die Abholungen und die Verwendung der gespendete Kleidungsstücke outgesourct. Die Kleidung wird sortiert, und weiterverkauft. Je nach Qualität und Ansprüchen der Zielgruppen nach Osteuropa oder Afrika. Dort überschwemmen die Kleidungspakete den lokalen Markt und sind dank der niedrigen Produktionskosten (0€) häufig günstiger als dort produzierte Ware.

Kleidung weiter zu geben im Bekanntenkreis ist nicht immer populär, außer bei den immer beliebteren Kleidertauschpartys. Das macht Spaß und die Schrankhüter wechseln den Besitzer – bestimmt zu jemanden der sie gern und häufig trägt! Auch öffentliche Kleidertausch-Aktionen gibt es immer wieder z.B. in Würzburg in der Kellerperle.

Ganz anonym lässt sich Kleidung auch weiter schenken. In Umsonstläden wie dem Würzburger Luftschloss gibt es meist genug Raum, um nicht mehr benutze Dinge abzugeben. Darunter auch Kleidung. Dort warten die Stücke dann, bis jemand kommt der genau so etwas brauchen kann. Ob nun aus finanzieller Not oder aus Ökologischen Bewusstsein – die guten Stücke werden weiter getragen!

Und wenn das Kleidungsstück dann doch einen Fleck oder Schäden hat, kann man daraus wunderbar Dinge häckeln. Mit etwas Übung gelingen auch kompliziertere Formen als Teppiche, zum Beispiel Taschen.

Fazit

Kleidertausch und Upcycling in Kombination schonen den Geldbeutel, machen Spaß und sorgen für weniger Rohstoffverwendung!

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